Close

New articles

Rente: Für diese Rentner gibt es 2022 deutlich mehr Geld

Viele Rentnerinnen und Rentner erhalten zu wenig Rente

Das soll sich durch die Grundrente ändern

Die Rentenversicherung will bei der Bearbeitung der Anträge dieses Jahr einen großen Schritt machen

Gute Nachrichten für Bezieherinnen und Bezieher von Grundrenten: Die Rentenversicherung beginnt 2022 mit der Überprüfung der Ansprüche aller Rentnerinnen und Rentner auf eine Grundrente – und damit für den wohl größten Teil der Anspruchsberechtigten. Vielen Menschen könnte das eine deutlich höhere Rente bescheren.

Bislang wurden im ersten Jahr nach Einführung der Grundrente zunächst nur die Ansprüche von Neurentnerinnen und Rentnern sowie Rentnern mit Grundsicherung geprüft. „Nun folgen die weiteren Bestandsrentnerinnen und Bestandsrentner – also alle, die seit 1992 in Rente gegangen sind“, sagte die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

2022 sollen nun auch der Anspruch auf Grundrente der jüngeren Jahrgänge an Rentnern und Rentnerinnen einer Prüfung unterzogen werden.2022 sollen nun auch der Anspruch auf Grundrente der jüngeren Jahrgänge an Rentnern und Rentnerinnen einer Prüfung unterzogen werden.2022 sollen nun auch der Anspruch auf Grundrente der jüngeren Jahrgänge an Rentnern und Rentnerinnen einer Prüfung unterzogen werden.Grundrente für bis 1,3 Millionen Menschen

„Wir werden mit den ältesten Jahrgängen beginnen und im neuen Jahr nach und nach bei sämtlichen Jahrgängen die Prüfung des Grundrentenzuschlags anstoßen“, sagte Roßbach. Nach Schätzung des Bundesarbeitministeriums werden rund 1,3 Millionen Menschen einen Grundrentenzuschlag erhalten.

Doch der Vorgang dauert. Das liegt vor allem an der aufwendigen Prüfung der Ansprüche. Sie werden bei Bestandsrentnern in jedem Einzelfall über einen Einkommensabgleich ermittelt. Denn der Zuschlag wird nur für Renten bis zu einer bestimmten Höhe gewährt. Dadurch soll verhindert werden, dass Rentner den Zuschlag erhalten, die ihn finanziell nicht benötigen – etwa weil sie neben einer niedrigen gesetzlichen Rente noch auskömmliche Miet­einnahmen haben.

So berechnet sich die Grundrente

Die Grundrente wurde im 1. Januar 2021 eingeführt. Es handelt sich um einen individuellen Zuschlag zur Rente für Arbeitnehmer, die jahrzehntelang gearbeitet haben und dennoch unterdurchschnittlich verdient haben. Für den vollen Aufschlag darf das Monatseinkommen als Rentner bei maximal 1250 Euro (Alleinstehende) oder bei 1950 Euro (Eheleuten oder Lebenspartnern) liegen.

Für die Berechnung werden das zu versteuernde Einkommen, der steuerfreie Teil der Rente, sowie Kapitalerträge einbezogen. Die Grundrente richtet sich an Geringverdiener, die mindestens 33 Jahre gearbeitet haben. Ihre Beitragsleistungen zur Rentenversicherung müssen mindestens 30 Prozent des Durchschnittsverdienstes entsprochen haben.

Viele Rentner bekommen Grundrente erst mit Verspätung

Obwohl der Anspruch seit Anfang des vergangenen Jahres gilt, bekamen die ersten Anspruchsberechtigten ihre Grundrente erst mit einem halben Jahr Verspätung ausbezahlt – und zwar rückwirkend. Wegen notwendiger Einkommensprüfungen musste erst eine Datenautobahn zwischen Rentenversicherung und Finanzbehörden errichtet werden, berichtete Roßbach.

Die Rentenversicherung teilt den Finanzämtern mit, wer lange genug für Grundrente gearbeitet hat. Daraufhin werden die jeweilige Einkommen überprüft. „Aufwendig bei der Einkommensprüfung ist vor allem die Prüfung derjenigen Kapitalerträge, die sich nicht in der Einkommensteuererklärung wiederfinden“, so Roßbach.

Bei der vollmaschinellen Einkommensprüfung würden nur Erträge berücksichtigt, die von den Finanzbehörden als Teil des zu versteuernden Einkommens gemeldet würden. Erst ab 2023 sei eine Nachprüfung der nicht im zu versteuernden Einkommen enthaltenen Kapitalerträge vorgesehen.

Bei 26 Millionen Rentnern wird die Grundrente geprüft

Insgesamt wird die Berechtigung von rund 26 Millionen Rentnern in Deutschland geprüft, ob sie zuschlagsberechtigt sind. Im Schnitt soll die Grundrente 75 Euro betragen. Maximal gibt es 418 Euro.

Den vollen Aufschlag auf die Rente bekommen nur diejenigen, deren monatliches Einkommen als alleinstehender Rentner bei maximal 1250 Euro liegt. Bei Eheleuten oder Lebenspartner sind es höchstens 1950 Euro. Jener Anteil des Einkommens, der über dieser Grenze liegt, wird zu 60 Prozent auf die Grundrente angerechnet.


Rente: Für diese Rentner gibt es 2022 deutlich mehr Geld

Viele Rentnerinnen und Rentner erhalten zu wenig Rente

Das soll sich durch die Grundrente ändern

Die Rentenversicherung will bei der Bearbeitung der Anträge dieses Jahr einen großen Schritt machen

Gute Nachrichten für Bezieherinnen und Bezieher von Grundrenten: Die Rentenversicherung beginnt 2022 mit der Überprüfung der Ansprüche aller Rentnerinnen und Rentner auf eine Grundrente – und damit für den wohl größten Teil der Anspruchsberechtigten. Vielen Menschen könnte das eine deutlich höhere Rente bescheren.

Bislang wurden im ersten Jahr nach Einführung der Grundrente zunächst nur die Ansprüche von Neurentnerinnen und Rentnern sowie Rentnern mit Grundsicherung geprüft. „Nun folgen die weiteren Bestandsrentnerinnen und Bestandsrentner – also alle, die seit 1992 in Rente gegangen sind“, sagte die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

2022 sollen nun auch der Anspruch auf Grundrente der jüngeren Jahrgänge an Rentnern und Rentnerinnen einer Prüfung unterzogen werden.2022 sollen nun auch der Anspruch auf Grundrente der jüngeren Jahrgänge an Rentnern und Rentnerinnen einer Prüfung unterzogen werden.2022 sollen nun auch der Anspruch auf Grundrente der jüngeren Jahrgänge an Rentnern und Rentnerinnen einer Prüfung unterzogen werden.Grundrente für bis 1,3 Millionen Menschen

„Wir werden mit den ältesten Jahrgängen beginnen und im neuen Jahr nach und nach bei sämtlichen Jahrgängen die Prüfung des Grundrentenzuschlags anstoßen“, sagte Roßbach. Nach Schätzung des Bundesarbeitministeriums werden rund 1,3 Millionen Menschen einen Grundrentenzuschlag erhalten.

Doch der Vorgang dauert. Das liegt vor allem an der aufwendigen Prüfung der Ansprüche. Sie werden bei Bestandsrentnern in jedem Einzelfall über einen Einkommensabgleich ermittelt. Denn der Zuschlag wird nur für Renten bis zu einer bestimmten Höhe gewährt. Dadurch soll verhindert werden, dass Rentner den Zuschlag erhalten, die ihn finanziell nicht benötigen – etwa weil sie neben einer niedrigen gesetzlichen Rente noch auskömmliche Miet­einnahmen haben.

So berechnet sich die Grundrente

Die Grundrente wurde im 1. Januar 2021 eingeführt. Es handelt sich um einen individuellen Zuschlag zur Rente für Arbeitnehmer, die jahrzehntelang gearbeitet haben und dennoch unterdurchschnittlich verdient haben. Für den vollen Aufschlag darf das Monatseinkommen als Rentner bei maximal 1250 Euro (Alleinstehende) oder bei 1950 Euro (Eheleuten oder Lebenspartnern) liegen.

Für die Berechnung werden das zu versteuernde Einkommen, der steuerfreie Teil der Rente, sowie Kapitalerträge einbezogen. Die Grundrente richtet sich an Geringverdiener, die mindestens 33 Jahre gearbeitet haben. Ihre Beitragsleistungen zur Rentenversicherung müssen mindestens 30 Prozent des Durchschnittsverdienstes entsprochen haben.

Viele Rentner bekommen Grundrente erst mit Verspätung

Obwohl der Anspruch seit Anfang des vergangenen Jahres gilt, bekamen die ersten Anspruchsberechtigten ihre Grundrente erst mit einem halben Jahr Verspätung ausbezahlt – und zwar rückwirkend. Wegen notwendiger Einkommensprüfungen musste erst eine Datenautobahn zwischen Rentenversicherung und Finanzbehörden errichtet werden, berichtete Roßbach.

Die Rentenversicherung teilt den Finanzämtern mit, wer lange genug für Grundrente gearbeitet hat. Daraufhin werden die jeweilige Einkommen überprüft. „Aufwendig bei der Einkommensprüfung ist vor allem die Prüfung derjenigen Kapitalerträge, die sich nicht in der Einkommensteuererklärung wiederfinden“, so Roßbach.

Bei der vollmaschinellen Einkommensprüfung würden nur Erträge berücksichtigt, die von den Finanzbehörden als Teil des zu versteuernden Einkommens gemeldet würden. Erst ab 2023 sei eine Nachprüfung der nicht im zu versteuernden Einkommen enthaltenen Kapitalerträge vorgesehen.

Bei 26 Millionen Rentnern wird die Grundrente geprüft

Insgesamt wird die Berechtigung von rund 26 Millionen Rentnern in Deutschland geprüft, ob sie zuschlagsberechtigt sind. Im Schnitt soll die Grundrente 75 Euro betragen. Maximal gibt es 418 Euro.

Den vollen Aufschlag auf die Rente bekommen nur diejenigen, deren monatliches Einkommen als alleinstehender Rentner bei maximal 1250 Euro liegt. Bei Eheleuten oder Lebenspartner sind es höchstens 1950 Euro. Jener Anteil des Einkommens, der über dieser Grenze liegt, wird zu 60 Prozent auf die Grundrente angerechnet.